...die kleine Zeitung mit der großen Wirkung!

Der „blickpunkt“ gehört zur Stadt. Auf unserer Webseite kann man alle Ausgaben seit 1969 lesen. Die Leserinnen und Leser bekommen dabei einen Einblick in die Stadtgeschichte. Es ist eine Geschichte von links, die auch für Neubürger interessant ist. Der „blickpunkt“ - die Zeitung der DKP für Mörfelden-Walldorf - ist die außerparlamentarische Begleitung der DKP/LL Fraktion im Stadtparlament unserer Stadt. Seit über 50 Jahren kommt der „blickpunkt“ in fast jedes Haus. Wir drucken regelmäßig acht Seiten und monatlich 14.500 Exemplare. Finanziert wird die Zeitung im Wesentlichen durch unsere Mandatsträger, die ihre Sitzungsgelder dafür zur Verfügung stellen. Wir erhalten aber auch sehr oft Spenden von interessierten Leserinnen und Lesern. Diese sind notwendig und immer willkommen.

20.01.2020
Tickende „Rohrbombe“?
Besorgniserregendes hört man aus Kreisen der Stadtwerke. Schon seit längerer Zeit tickt in unserem Wassernetz eine „Rohrbombe“.
Die letzte uns vorliegende Statistik aus dem Jahr 2017 stellt lapidar fest: Die Hauptleitungen hatten in den 11 Jahren zuvor etwa 8 Brüche im Jahr, und von Januar bis Oktober 2017 waren es auch schon wieder 6 Brüche. Im Jahr 2020 gab es dagegen dem Vernehmen nach schon an die 50 Rohrbrüche. Bei den Abzweigungen der Hausanschlüsse gab es von Januar bis Oktober 2017 32 Rohrbrüche. In den 11 Jahren zuvor waren es 26 Rohrbrüche im Jahr. Auch hier ist von einem Anstieg der Schadensverläufe auszugehen. Am 22.06.2017 kam es zu einem einstündigen Wasserausfall wegen einer elektrischen Störung im Wasserwerk Walldorf. Bei diesen Reparaturen sind Druckschwankungen im Netz entstanden, die unter anderem folgende Rohrbrüche verursachten: Am 25.06.2017 in der Lahnstraße, und am 01.07.2017 in der Pfarrer-Papon-Straße. Die Reparaturkosten betrugen: Lahnstraße 90.100 Euro für die Erneuerung von 70 m, ca. Pfarrer-Papon-Straße ca. 69.100 Euro für die Erneuerung von 100 m. Bei den Reparaturen der Hauptleitungen sind hier nur die Kosten der Stadtwerke aufgeführt, nicht die Kosten, die zusätzlich noch den anliegenden Hauseigentümern, aufgebürdet wurden.
Asbestzement-Leitungen
Hier sind oft noch Asbestzement-Leitungen verlegt. Diese Leitungen sind besonders empfindlich gegenüber Druckstößen. Ein Wohnhaus im Kastanienweg wurde am 19.12.2020 durch einen Brand nahezu vollständig zerstört. Der Grund war eine Wasserleitung aus den frühen Sechzigern, die sofort platzte, als die Feuerwehr den daran angeschlossenen Hydranten in Betrieb nehmen wollte, und sich dadurch die Saugbelastung erhöhte. Es mussten mehrere Tanklöschfahrzeuge angefordert und eine Wasserversorgung über eine längere Strecke aufgebaut werden, um den Brand löschen zu können. Etwa 30 km des sanierungsbedürftigen Wassernetzes besteht noch aus diesen Asbestzementrohren, die 50 Jahre und älter sind. Erste Austauscharbeiten in Teilabschnitten sind im Gange. Im „Flussviertel“ (Nidda-, Donau-, Kinzig-, Nahe und Ederstraße) wurden die Asbestzementleitungen gegen Leitungen aus anderen Materialen ausgetauscht, die Kosten betrugen allein für dieses Viertel mehr als eine halbe Million Euro, bei einer Leitungs-Gesamtlänge von nur 1,3 km. Hausanschlüsse bestehen vielfach aus Graugussleitungen, die nach 70 Jahren durch Materialermüdung (und teilweise auch durch unsachgemäße Verlegung) brüchig geworden sind. Grauguss bricht gerne bei Ausdehnungsspannungen. Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen lösen oft Brüche an Vermuffungen oder Flanschverbindungen zu Schiebern aus. Hier kommt es häufig zu Problemen, wie man an vielen kleinen Baustellen am Straßenrand erkennen kann. Die geltende Satzung erlaubt in vielen Fällen die Abwälzung der Kosten an die betroffenen Eigentümer.
Wie gedenken die Verantwortlichen, mit der Lage umzugehen?
Es scheint so zu sein, dass die Interessen des Wasserwerks lange Zeit nicht solche erfolgreichen Fürsprecher hatten wie die des Klärwerks. Dessen Wünsche nach modernster Technik wurden in der Stadtspitze eher erhört als die des Wasserwerkes, wo deutlich sparsamer gewirtschaftet wurde. Der offenbar aufgelaufene „Investitionsstau“ wird schwer zu bewältigen sein, wenn man bedenkt, dass um die 50 Millionen Euro an städtischen Mitteln schon für diese Kläranlage verplant sind, die man mit Fug und Recht als „Luxusanlage“ bezeichnen darf. Für die Wasserversorgung bleibt da nicht viel übrig.
Will man auch Personalkosten sparen?
Im Flurfunk des Rathauses und der Stadtwerke hört deshalb man so manches, über das „laut nachgedacht“ wird: Man müsse Personalkosten einsparen (das ist immer das erste, worauf sie kommen…) Man könne dazu vielleicht, wie das z.B. Neu-Isenburg gemeinsam mit Dreieich getan hat, die Stadtwerke als Anstalt des öffentlichen Rechts umfirmieren. Dadurch würde der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst für die Mitarbeiter nicht mehr gelten. Man könnte eine „freie Tarifgestaltung“ machen, was zu Lohn- und Gehaltskürzungen führen würde. Schon jetzt soll es neue Mitarbeiter geben, die nicht mehr zur Zusatzversorgungskasse angemeldet werden und dadurch keine betriebliche Altersversorgung mehr haben. Oder man müsse die Wassergebühren massiv erhöhen, oder einen Mix aus beidem einführen. Und am Horizont der halblauten Gedankengänge steht die Privatisierung. Es gibt private Wasserversorger wie z.B. die Mainova, die sich in der Stadtgesellschaft schon länger durch intensive Spendentätigkeit als Sympathieträger empfohlen hat, und deren Kasse für den möglichen Ankauf von Wasserwerken gut gefüllt zu sein scheint.
Offiziell ist man mucksmäuschenstill.
Es wäre ja mehr als unangenehm für die Rathauskoalition, wenn das brisante Thema schon vor der Kommunalwahl öffentlich aufs Tapet käme.
06.01.2021
blickpunkt extra
29.12.2020
Eine Bitte:
Die DKP möchte zur Bundestagswahl 2021 wieder mit einer eigenen Landesliste kandidieren.
Dazu bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.
Wir halten unsere Kandidatur aus grundsätzlichen Überlegungen für notwendig, denn nur eine Kommunistische Partei kann grundlegende Gegenstandpunkte im Bundestag vertreten. Und, wie die Chinesen sagen: "Jede Weltreise beginnt mit dem ersten Schritt". Um als Landesliste in Hessen kandidieren zu können, verlangt das Wahlgesetz die Unterstützungsunterschriften von 2.000 hessischen Wahlberechtigten bis Juni 2021.
Wir bitten Sie um Ihre Unterschrift.
Diese Unterschrift ist kein Wahlaufruf für die DKP und wird auch nicht veröffentlicht. Sie ist nur ein kleiner Beitrag dazu, der DKP die Chance zu geben, an der Wahl teilzunehmen. Allerdings überprüfen die Behörden die Wahlberechtigung des Unterzeichners, da sie bescheinigt werden muss. Das amtliche Formblatt kann hier heruntergeladen werden. Benötigt wird eine Originalunterschrift auf dem Papier-Ausdruck.
Das unterschriebene Formblatt senden Sie bitte an
Alfred J. Arndt
Kirchgasse 2 a
64546 Mörfelden-Walldorf
Wir holen es auch gerne bei Ihnen ab ☎ 0172 1487182
Hier finden Sie eine detalierte Hilfe zum Ausfüllen des Dokumentes.
19.12.2020
Jahreswechsel
Beethoven wurde vor 250 Jahren geboren.
Am 17. Dezember 1770 wurde er in Bonn getauft. In seiner einzigen Oper „Fidelio“ heißt es im Chor der Gefangenen: „O welche Lust, in freier Luft - Den Atem leicht zu heben! - Nur hier, nur hier ist Leben!“ Wir mussten daran denken in der Pandemiezeit, in der wir uns mit Masken schützen müssen.
Zum Jahreswechsel wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern vor allem Gesundheit. Der „Lockdown“ wird vergehen, wir werden wieder „. . . leicht den Atem heben können!“
Wir wünschen allen ein friedliches Jahr und politische Aufmerksamkeit - vor allem am 14. März 2021.
DKP Mörfelden-Walldorf und das „blickpunkt“-Kollektiv