...die kleine Zeitung mit der großen Wirkung!

Der „blickpunkt“ gehört zur Stadt. Auf unserer Webseite kann man alle Ausgaben seit 1969 lesen. Die Leserinnen und Leser bekommen dabei einen Einblick in die Stadtgeschichte. Es ist eine Geschichte von links, die auch für Neubürger interessant ist. Der „blickpunkt“ - die Zeitung der DKP für Mörfelden-Walldorf - ist die außerparlamentarische Begleitung der DKP/LL Fraktion im Stadtparlament unserer Stadt. Seit über 45 Jahren kommt der „blickpunkt“ in fast jedes Haus. Wir drucken regelmäßig acht Seiten und monatlich 14.500 Exemplare. Finanziert wird die Zeitung im Wesentlichen durch unsere Mandatsträger, die ihre Sitzungsgelder dafür zur Verfügung stellen. Wir erhalten aber auch sehr oft Spenden von interessierten Leserinnen und Lesern. Diese sind notwendig und immer willkommen.

03.01.2019
Wenn die bunten Fahnen wehen
„Das neue Rot ist blau!“ Mit diesem Spruch versucht die AfD Front gegen die Gewerkschaften zu machen. Aber auch bei den neoliberalen Herren der Stadtverwaltung scheint die neue rechte Farbe gut angekommen zu sein.
In einer beispiellosen Nacht- und Nebel-Aktion, ohne Beschluß von Magistrat oder Stadtverordnetenersammlung, hatten sie das neue blaue „Stadtlogo“ durchgesetzt. Die böse rote Farbe wurde aus allem städtischen verbannt.
In einem einzigartigen Durchmarsch wurde alles mögliche mit dem blauen Turm-Kirche-Bäumchen-Symbol verziert. Nicht nur Briefbögen und Visitenkarten, Briefstempel, Geschenkmäppchen und Kulis, auch Auto- und Rathaustüren. Sogar auf den Displays der Telefone der Verwaltung wurde das neue Logo eingerichtet.
Nun flattern auch an den Fahnenmasten der Rathäuser blaue Fahnen mit dem Symbol der neuen Zeit, das eine mit den Freien Wählern befreundete Werbeagentur ausgebrütet hat – angeblich für lau.
Die Umfärbung aller erreichbaren Gegenstände dürfte aber einiges an Steuergeld gekostet haben.
Diese Farbenspiele sollte man nicht als Kinkerlitzchen abtun. Dahinter steckt oft mehr.
In der Weimarer Republik tobte einst ein erbarmungsloser Fahnenkrieg. Viele Stadtverwaltungen, die dem entlaufenen Kaiser nachtrauerten und die Republik verachteten, weigerten sich damals, die schwarz-rot-goldene Flagge zu hissen. Sie zogen das preußische schwarz-weiß-rot vor. Alte Bilder aus dieser Zeit zeigen, dass Mörfelden und Walldorf in der Beflaggung treu zur Republik standen. Sie sollten sich auch heute darauf besinnen, dass die Stadtfarbe immer Rot war, und nicht blau.
Alfred J. Arndt
01.01.2019
Alternative zu den Etablierten
Die DKP/Linke Liste hat Stadtrat Alfred J. Arndt zu ihrem Bürgermeisterkandidaten nominiert.
Es treten jetzt vier Kandidaten zur Bürgermeisterwahl
am 24. März 2019 an:
Heinz-Peter Becker (SPD)
Karsten Groß (CDU)
Thomas Winkler (Grüne)
Alfred J. Arndt (DKP/LL)
Arndt sagte zur kommunale Selbstverwaltung: „Die Kommunen sind nicht mehr Herr im eigenen Haus“. Als aktuelles Beispiel nannte er die „Hessenkasse“. Sie schränke die Handlungsfreiheit von Mörfelden-Walldorf auf Jahrzehnte hinaus ein. Seine Themen: u. a. die ärztliche Versorgung und die Barrierefreiheit – insbesondere am Bahnhof Walldorf sieht er dringend Handlungsbedarf. Er wies auf neu auftauchende Probleme hin. So die erneut drohende Bebauung des Gebietes zwischen den beiden Stadtteilen. „Umweltschutz heißt heute auch dem Flächenfraß Einhalt zu gebieten“. Aus diesem Grund dürfe auch der Flughafen nicht weiter wuchern. Arndt sagte, er schätze Bürgermeister Becker als Person, aber besonders bei der Verteidigung der kommunalen Selbstverwaltung sei ihm der Rathauschef zu „leise“. Arndt versprach: „Ich werde laut meine Stimme für die Interessen der Kommune erheben.“
Weitere Infos
Veranstaltungen
100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland
Montag, 21. Januar 2019, 18:00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Gerd Lautner, TU Darmstadt
Die Verfassungen 1918/1919 in Hessen(-Darmstadt) und im Deutschen Reich
Ort: Haus der Geschichte, Darmstadt, Karolinenplatz 3
Veranstalter: Historischer Verein für Hessen e.V. in Kooperation mit dem DGB Südhessen

Montag, 4. Februar 2019, 18:00 Uhr
Vortrag von Andreas Greim, Reinheim
„Erfahrungsraum“ und „Erwartungshorziont“ der Revolution von 1918/19 am Beispiel des Offenbacher Arbeiter- und Soldatenrates
Ort: Haus der Geschichte, Darmstadt, Karolinenplatz 3
Veranstalter: Historischer Verein für Hessen e.V.

Montag, 25. Februar 2019, 18:00 Uhr
Vortrag von Dr. Kerstin Wolff, Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel
„Auch wir wollen die Wahl haben!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland
Ort: Haus der Geschichte, Darmstadt, Karolinenplatz 3
Veranstalter: Historischer Verein für Hessen e.V. in Kooperation mit der Luise-Büchner-Gesellschaft e.V.
Novemberrevolution: Auszüge aus GEW Regional
17.12.2018
Presseinformation der DKP/Linke Liste

Der Erste Stadtrat hat den Bogen überspannt
Fast drei Viertel der Wählerinnen und Wähler sagten beim Bürgerentscheid „JA“ zur Feuerwehr in den Stadtteilen. Damit haben sie den Befürwortern eines zentralen Standorts eine deutliche Abfuhr erteilt. Offensichtlich hatten die Aktiven der BI „MöWa für Zwei“ die überzeugenderen Argumente. Wir gratulieren ihnen zu ihrem Erfolg und danken ihnen für ihre Initiative und ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
Dabei ging es um mehr als um Feuerwehrstandorte. In den letzten Wochen gab es Zuspitzungen, als deutlich wurde, dass vor allem die „Freien Wähler“ (FW) im Verein mit der FDP die Diskussion nutzten, um ihr Wahlprogramm durchzusetzen. Man wollte den „Türöffner“ zur Bebauung des Gebietes zwischen Mörfelden und Walldorf. Man will die Entwicklung der Doppelstadt zu einer 50.000-Einwohner-Stadt mit einem neuen Zentrum „mittendrin“. Es geht um die Versiegelung der zum Teil unter Naturschutz stehenden „Grünen Lunge" zwischen den Stadtteilen. Es geht vor allem: Um Spekulation und viel Geld. Das wäre ein völlig neuer Politikansatz in unserer Stadt. Bisher gab es eine große Übereinstimmung zwischen den Parteien vor Ort, diese Fläche nicht zuzubauen.
Der Ausgang des Bürgerentscheids trifft jetzt vor allem den Ersten Stadtrat Burkhard Ziegler (FW), der in seinem Wahlkampf einst betonte: „Wir brauchen keinen Ersten Stadtrat!“. Der ehemalige Banker ist u.a. verantwortlich für Wirtschaftsförderung und für das „Stadtmarketing“. Er unterstützte die Feuerwehrgruppe, die für einen Zentralbau eintrat, und verletzte das „Fairnessgebot“ für die Hauptamtlichen. In den letzten Monaten hat er die SPD und ihren Bürgermeister regelrecht in den Hintergrund geschoben. Man spürt seine Bemühungen, die Verwaltung wie einen profitorientierten kapitalistischen Betrieb zu organisieren. Ohne große Diskussion wurde der Stadt ein fragwürdiges neues Logo verordnet. Die SPD nickte dazu. Wie wird sich Ziegler jetzt verhalten? Das Ergebnis des erfolgreichen Bürgerentscheids zeigt jedenfalls, dass er den Bogen überspannt hat.
Jetzt wird es zunächst einmal darauf ankommen, den entstanden Riss in der Feuerwehr zu „kitten“. Die Koalition muss die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger anerkennen. Aber wichtiger werden Konsequenzen im Rathaus. Das Beste wäre der Rücktritt des Ersten Stadtrats. Eine Veränderung der Stadtpolitik hin zu einem demokratischen Umgang muss erfolgen. Vor allem auch ein Umdenken der SPD. So wie bisher kann es jedenfalls nicht weitergehen.